Fernseh-Kameramann/-frau

Modulare Weiterbildung

Mit dieser modularen Version der Weiterbildung zum/r Kameramann/-frau trägt die FAM der Nachfrage aus der AV-Medienwirtschaft Rechnung, modulare berufsbegleitende und Vollzeitmodelle zu entwickeln und anzubieten. Die nun auf den Prüfungsteilen 1. Handlungsübergreifende Qualifikationen/AEVO sowie 2. Handlungsspezifische Qualifikationen entwickelte Weiterbildungskonzeption stellt hier auf folgende Prämisse ab: Der Prüfungsteil 1 (Handlungsübergreifende Qualifikationen und AEVO) sowie der Prüfungsteil 2 (Handlungsspezifische Qualifikationen) können unabhängig voneinander und in beliebiger Reihenfolge abgelegt werden. Seit Jahr realisiert die FAM diese Weiterbildung erfolgreich.

Berufliche Perspektiven

Kameraleute arbeiten in enger Abstimmung mit Regisseuren und Regisseurinnen bzw. Redakteuren und Redakteurinnen. Ihre Kreativität bringen sie ein, wenn sie z.B. Vorschläge zu bestimmten Effekten, Einstellungen oder Kamerafahrten machen, ihr technisches Verständnis bei der Auswahl und Bedienung des Equipments. Wenn sie mit anderen Kameraleuten zusammenarbeiten, z.B. bei der Übertragung von Sportereignissen, kommt ihnen ihre Teamfähigkeit zugute. Die Live-Berichterstattung erfordert Reaktionsfähigkeit: Hier müssen sich Kameraleute schnell auf die jeweiligen Situationen einstellen und ihre Kameras immer wieder neu ausrichten – i.d.R. nach Anweisung der Regie. 

Die Arbeit kann körperlich anstrengend sein, wenn z.B. schwere Ausrüstungsteile zu heben sind, und wird mitunter in unbequemen Haltungen ausgeübt. Um besondere Effekte zu erzielen, filmen Kameraleute zuweilen auch von erhöhten Standpunkten aus, etwa von Arbeitsbühnen, fangen „Action-Szenen“ mit Kamerawagen ein oder filmen Unterwasserszenen. Je nach Spezialisierung sind Kameraleute an wechselnden Arbeitsorten tätig: Für Nachrichtensender liefern sie aktuelle Bilder aus dem In- oder Ausland. Bei Film- und Fernsehproduktionen wechseln sich Studio- und Außenaufnahmen ab. 

Die Arbeitszeiten können variieren. Aufnahmen im Filmstudio werden üblicherweise unter der Woche tagsüber gemacht. Live-Sendungen können auch in den späten Abendstunden liegen. Sieht die Regie bei Außenaufnahmen eine bestimmte Licht- oder Wetterstimmung vor oder gilt es, aktuelle Ereignisse festzuhalten, drehen Kameraleute auch nachts oder sehr früh am Morgen – bei unterschiedlichen Witterungsverhältnissen.

Überblick der Weiterbildung zum/r Fernseh-Kameramann/-frau IHK

Während der theoretischen Weiterbildung erwirbt man u.a. folgende Kenntnisse:

  • Handlungsspezifische Qualifikationen
    • Journalistische Grundlagen
    • Kunstgeschichte und -praxis, Film- und Fernsehgeschichte

    • Publizistische Stoffentwicklung

    • Angewandte Bildgestaltung

    • Video-Kamerakunde

    • Montagetheorie

  • Handlungsübergreifende Qualifikatione

    • Arbeitsmethodik

    • Betriebswirtschaftliches Handeln

    • Rechtsbewusstes Handeln

    • Zusammenarbeit im Betrieb

    • Methoden der Information und Kommunikation

  • Berufs- und arbeitspädagogische Eignung

Praktische Lerninhalte stellen einen wichtigen Bestandteil der Weiterbildung dar. Die Schüler/innen werden mit allen Aspekten einer Film- bzw. Videoproduktion vertraut gemacht, das heißt, sie üben beispielsweise Lichttechnik und -gestaltung, die Technologie der Studio- und Verbundkameraaufnahme sowie die Verbundkameraaufnahme im Studio und bei Außenübertragungen (Talk, Sport).

Handlungsübergreifende Qualifikationen (IHK)

  • Arbeitsmethodiken
  • Betriebswirtschaftliches Handeln
  • Rechtsbewußtes Handeln
  • Zusammenarbeit im Betrieb
  • Methoden der Information und Kommunikation

Inklusive Vorbereitung auf AEVO-Prüfung. Der Prüfungsteil 1 kann bei jeder IHK, die jeweils den handlungsübergreifenden Teil „Medien-Fachwirt – Grundlegende Qualifikationen“ prüft, abgelegt werden. Hier integriert ist die Ausbildereignungsprüfung AEVO. Die dafür zu absolvierende Weiterbildung kann ebenfalls bei jeder geeigneten Weiterbildungseinrichtung (z.B. IHK-Bildungszentren oder auch FAM: Medien-Fachwirt-Teil 1) belegt werden. Die Dauer dieses Weiterbildungsmoduls beträgt zwischen 280 bis 360 Unterrichtsstunden. An der FAM sind dies 405 Stunden. 

Handlungsspezifische Qualifikationen (FAM): 

THEORIE (240 Stunden)

  • Journalistische Grundlagen
  • Kunstgeschichte und -praxis, Film- und Fernsehgeschichte
  • Publizistische Stoffentwicklung
  • Angewandte Bildgestaltung
  • Video-Kamerakunde (Wiederholung)
  • Montagetheorie (Wiederholung)
  • Prüfungsvorbereitung

PRAXIS (272 Stunden)

  • Lichttechnik (Wiederholung)
  • Lichtgestaltung in EB und Studio
  • Technologie der Studio- und Verbundkameraaufnahme
  • Verbundkameraaufnahme in Studio und bei Aussenübertragungen (Talk, Sport)
  • Prüfungsvorbereitung

Es werden den Teilnehmern darüber hinaus diverse Projektaufgaben übergeben, die diese in den Zwischenzeiten zu den Präsenztagen eigenständig zu realisieren haben und die den Fachdozenten zur Bewertung und Auswertung zuzuleiten sind. Als Praktische Abschlussarbeit ist ein max. 6 bis 12-minütiger Beitrag o. ä. vorgesehen, der Sendewirksamkeit haben soll. Hierzu erfolgt eine separate Vorgabenausschreibung innerhalb der IHK-Prüfung.

Mediengestalter Bild und Ton mit ca. 2-jähriger Berufspraxis zum Zeitpunkt der Prüfungsanmeldung sowie langjährig als Kameraassistenten / Kameraleute Beschäftigte (mindestens 5 Jahre) ohne Berufsabschluss.

Bewerbungen sind jederzeit möglich.

24 Monate (vollzeit/berufbegleitend)

auf Anfrage & die Weiterbildung kann über das „Aufstiegs-Bafög“ finanziert werden.

Sind beide Prüfungsteile erfolgreich abgelegt, erhält der Absolvent von der IHK Leipzig auf Antrag die Zuerkennung des deutschlandweit einmaligen IHK-Abschlusses im Range Meister einer sogenannten Aufstiegsqualifikation zum/-r Geprüfte/r Fernseh-Kameramann/-frau (IHK).

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Aktuelles

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FAM – Fernseh Akademie Mitteldeutschland gGmbH
Kohlgartenstr. 13 / 4. Etage
D – 04315 Leipzig

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Die Akademie wird Ihre Bewerbung überprüfen und die Auswahlentscheidungen treffen. Sie werden benachrichtigt, ob Sie angenommen wurden oder nicht.

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